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Artikel

Hier finden Sie in chronologischer Reihenfolge Beiträge unserer Rechtsanwält:innen in Branchenmedien und juristischen Fachzeitschriften.

Weiteres Sozialgericht stoppt Veröffentlichung

Altenheim 2/2010, S. 5

Jörn Bachem

Das Sozialgericht Dessau-Roßlau hat die Veröffentlichung des Transparenzberichts eines Pflegeheims untersagt, weil die möglichen Folgen der Veröffentlichung nicht rückgängig zu machen wären, würde sich später herausstellen, dass der Bericht Fehler enthält. Ob das der Fall ist, müsse in einem Prozess nach Abschluss des Eilverfahren geklärt werden, bevor der Bericht ins Internet gestellt werden könne. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig, eine Entscheidung des Landessozialgerichts Halle für das Frühjahr 2010 zu erwarten.

Aktuelles BSG-Urteil: Vergütungen ambulanter Leitungen können individuell vereinbart werden - In drei Stufen zur ambulanten Vergütung

Häusliche Pflege 02/2010, S. 28 ff.

Sascha Iffland

Häusliche Krankenpflege in Behinderteneinrichtungen - Behandlungspflege als Kassenleistung

CAREkonkret 4/2010, S. 4

Henning Sauer

Häusliche Krankenpflege durch einen ambulanten Pflegedienst kann außer im Haushalt des Versicherten auch an einem "sonstigen geeigneten Ort" erbracht werden. Ein solcher geeigneter Ort kann insbesondere ein Wohnheim der Behindertenhilfe sein, auch wenn es sich um eine stationäre Einrichtung handelt. Voraussetzung für den Anspruch gegen die Krankenkasse ist nur, dass nicht bereits die Einrichtung selbst die Behandlungspflege erbringen muss.

Heimvertrag: Forderungen der Aufsichtsbehörden entgegentreten

Recht für die Praxis, CAREkonkret, 03/10, S. 4

Markus Düncher

Aufsichtsbehörden fordern gerne, sämtliche erdenkbaren Rechte und Pflichten der Bewohner in den Heimvertrag aufzunehmen. Der in der Reihe "Recht für die Praxis" erschienene Beitrag zeigt auf, weshalb im Vertrag manchmal "weniger mehr ist" und wie man solchen Wünschen, die zu einem Aufblähen der Verträge führen, argumentativ entgegentreten kann.

Drohender Rufschaden wiegt schwerer als Informationsbedürfnis - Sozialgericht stoppt erstmals Transparenzbericht

CAREkonkret 2/2010, S. 3

Jörn Bachem

Im Dezember 2009 haben die Kassen die ersten Transparenzberichte veröffentlicht. Der bundesweit erste Beschluss eines Sozialgerichts über den Eilantrag eines Pflegeheimes zeigt, dass die Träger gute Chancen haben, sich erfolgreich vor Gericht gegen fehlerhafte Transparenzberichte zu wehren. Das Sozialgericht Dessau-Roßlau hat in seinem Beschluss vom 04.01.2010 (Az.: S 3 P 90/09 ER) entschieden, dass der bei Veröffentlichung eines falschen Berichts drohende Rufschaden schwerer wiegt als das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit. Vor einer Veröffentlichung müsse in einem Hauptsacheverfahren geklärt werden, ob der Transparenzbericht tatsächlich Fehler enthalte. Andernfalls sei effektiver Rechtsschutz, den die Verfassung garantiere, nicht möglich.

Ambulante Vergütung: BSG konkretisiert Urteile vom Januar 2009 - Stationäre Grundsätze maßgebend

CAREkonkret v. 08.01.2010, S. 1

Sascha Iffland

Mit vier wegweisenden Urteilen hat das Bundessozialgericht im Januar 2009 mit der bisherigen Rechtsprechung zum externen Vergleich gebrochen und somit den Weg zur Festsetzung der Pflegesätze in stationären Einrichtungen neu definiert. Der Beitrag zeigt anhand einer aktuellen Entscheidung des BSG auf, dass für die ambulante Pflege dieselben Grundsätze anzuwenden sind, wie sie für den stationären Bereich entwickelt wurden.

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